BootsfuehrerscheinVeröffentlicht 28.10.202614 Min. Lesezeit

Bootsführerschein machen: der Ablauf von der Anmeldung bis zur Karte

6Schritte
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6Fragen beantwortet
Kurz gesagt

Den Bootsführerschein machen heißt in Deutschland: Schein wählen, Theorie lernen, einen ärztlichen Tauglichkeitsnachweis besorgen und den Antrag spätestens eine Woche vor dem Termin beim Prüfungsausschuss einreichen. Danach legst du Theorie und Praxis vor einem amtlichen Prüfungsausschuss des DMYV oder des DSV ab. Für den Motorschein musst du mindestens 16 Jahre alt sein, und alle Prüfungsteile müssen innerhalb eines Jahres bestanden sein. Nach bestandener Prüfung bekommst du den Sportbootführerschein als Karte.

Wie mache ich den Bootsführerschein, und was kommt zuerst? Diese Frage hören wir bei Nautigo ständig, und zwar meistens von Leuten, die schon im Kopf auf dem Wasser sind, aber noch nicht wissen, wo der Papierkram anfängt. Die gute Nachricht: Der Weg ist klar geregelt. Die Sportbootführerscheinverordnung (SpFV) legt fest, wer den Schein bekommt, welche Unterlagen in den Antrag gehören und wie die Prüfung abläuft. Wer die Reihenfolge kennt, spart sich doppelte Arztbesuche, verpasste Fristen und Rückfragen vom Prüfungsausschuss.

Wir begleiten seit Jahren Menschen auf diesem Weg, vom ersten Blick in den Fragenkatalog bis zum Anlegemanöver in der Prüfung. Aus dieser Erfahrung wissen wir: Der Inhalt ist gut machbar, die Stolpersteine liegen fast immer in der Organisation. Deshalb gehen wir den Ablauf hier Schritt für Schritt durch, so wie er in der Verordnung und in der amtlichen Leistungsbeschreibung steht.

Du erfährst, welcher Schein zu deinem Boot und Revier passt, wie die Theorie aufgebaut ist, welche Unterlagen der Antrag braucht, was in der praktischen Prüfung verlangt wird und wie du am Ende an deine Karte kommst. Zum Schluss zeigen wir, wie das Ganze in Köln und Düsseldorf konkret abläuft. Wie lange du für das Lernen einplanen solltest und ab welchem Alter du starten darfst, haben wir in eigenen Beiträgen ausführlich beschrieben, die wir an passender Stelle verlinken.

  1. Bootsführerschein machen: Ablauf und der passende Schein

    Der erste Schritt beim Bootsführerschein ist die Entscheidung, welchen Schein du brauchst: Geltungsbereich und Antriebsart bestimmen alles, was danach kommt. Die Verordnung unterscheidet den Sportbootführerschein für die Binnenschifffahrtsstraßen und den für die Seeschifffahrtsstraßen. Im Alltag heißen sie SBF Binnen und SBF See.

    1. Schein wählen SBF Binnen, SBF See oder beide, dazu die Antriebsart Motor oder Segel.
    2. Theorie lernen Basisfragen, spezifische Fragen und beim SBF See die Navigationsaufgabe.
    3. Ärztliches Zeugnis Tauglichkeitsnachweis nach dem amtlichen Muster beim Arzt ausstellen lassen.
    4. Antrag stellen Unterlagen vollständig an den Prüfungsausschuss, online über das Bundesportal oder per Post.
    5. Praxis üben Manöver und Knoten auf dem Wasser trainieren.
    6. Prüfung ablegen Theorie und Praxis vor der Prüfungskommission eines amtlichen Ausschusses.
    7. Karte erhalten Nach bestandener Prüfung stellt der Verband den Sportbootführerschein aus.

    Der SBF Binnen gilt auf den Binnenschifffahrtsstraßen für Sportboote mit weniger als 20 Metern Länge. Den SBF See gibt es nur für Boote mit Antriebsmaschine, eine Längengrenze kennt die Verordnung dort nicht. Unter Segel ist auf den Seeschifffahrtsstraßen keine Fahrerlaubnis nach der SpFV nötig, auf dem Binnenrevier dagegen schon, allerdings nur auf den Wasserstraßen, die in Anlage 8 der Verordnung aufgeführt sind.

    Ob du überhaupt einen Schein brauchst, hängt am Motor. Führerscheinfrei bleibt ein Sportboot, dessen Verbrennungsmotor höchstens 11,03 Kilowatt leistet. Für Elektromotoren liegt die Grenze bei 7,5 Kilowatt im Dauerbetrieb. Alles darüber verlangt die Fahrerlaubnis, und genau dort wird es auf Flüssen wie dem Rhein und an der Küste interessant: Viele Mietboote und Motoryachten liegen deutlich darüber. Wassermotorräder zählen ausdrücklich zu den Sportbooten im Sinne der Verordnung.

    Beim Alter ist die Lage klar: Für ein Sportboot mit Antriebsmaschine musst du mindestens 16 Jahre alt sein, unter Segel reichen 14 Jahre. Wer jünger als 18 Jahre ist, braucht die schriftliche oder elektronische Zustimmung der Eltern. Was das für Jugendliche genau bedeutet, steht in unserem Beitrag Bootsführerschein ab welchem Alter.

    Viele entscheiden sich für beide Scheine. Das hat einen handfesten Grund: Fähigkeiten, die beim ersten Schein schon geprüft wurden, werden beim zweiten grundsätzlich nicht noch einmal abgefragt. Wer den SBF Binnen mit Antriebsmaschine bereits hat, fährt in der praktischen Prüfung zum SBF See nur noch die Pflichtmanöver. Beide Führerscheine nacheinander oder kombiniert zu machen, spart also Prüfungsaufwand.

    Person Lernt Am Schreibtisch Mit Laptop Und Notizen Für Die Bootsprüfung
    Bild: KI-generiert
  2. Theorie lernen: Fragenkatalog und Navigationsaufgabe

    Die Theorie lernst du anhand amtlicher Fragenkataloge, aus denen die Prüfungsfragen stammen. Die theoretische Prüfung besteht aus Basisfragen und spezifischen Fragen im Antwort-Auswahl-Verfahren: Zu jeder Frage gibt es vier Antwortvorschläge, von denen genau einer richtig ist. Jede richtige Antwort bringt einen Punkt.

    Die Basisfragen decken das ab, was für beide Geltungsbereiche gilt: Grundbegriffe, Ausweichregeln, Schallsignale, Lichterführung, Schifffahrtszeichen, Naturschutz, Brandbekämpfung, Verhalten nach einem Zusammenstoß und die Technik von Motorbooten vom Außenborder bis zur Ruderanlage. Die spezifischen Fragen gehen in die Besonderheiten des jeweiligen Reviers. Binnen sind das zum Beispiel Verkehrsregeln auf Rhein, Mosel und Donau, Schleusendurchfahrt, Fahrwasser und Verhalten bei Hochwasser. Auf See geht es um Kollisionsverhütungsregeln, Seegang, Gezeiten und nautische Veröffentlichungen.

    Für den SBF See veröffentlicht die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt den Katalog auf ELWIS. Er gliedert sich in 72 Basisfragen, 213 spezifische Fragen See und 15 Navigationsaufgaben (Stand des Katalogs laut ELWIS: 08/2023). Die Navigationsaufgabe ist der Teil, vor dem viele Respekt haben: Hier formulierst du Antworten frei oder trägst Kurse und Positionen in die Seekarte ein. Erlaubt sind dabei Navigationsdreieck, Anlegedreieck, Doppellineal, Portland Plotter und Zirkel. Nachschlagewerke, auch elektronische, bleiben draußen.

    Ein Detail, das wir gern erwähnen, weil es Druck rausnimmt: Bei der Navigationsaufgabe zählen auch Folgefehler. Wer am Anfang falsch rechnet, aber danach folgerichtig weiterarbeitet, bekommt für die folgenden Schritte trotzdem Punkte. Sauberer Rechenweg lohnt sich also immer.

    Wie du lernst, entscheidest du selbst. Die Theorie lässt sich vollständig digital vorbereiten, mit Lernvideos, Fragentrainer und Prüfungssimulation. Wie das in der Praxis funktioniert, erklären wir im Beitrag Bootsführerschein online machen. Und wenn du wissen willst, wie viel Zeit du realistisch einplanen solltest, hilft dir unser Beitrag Wie lange dauert der Bootsführerschein.

    Ein Wort zur Ehrlichkeit in der Prüfung: Ein Täuschungsversuch führt dazu, dass die Prüfung als nicht bestanden gilt, und zwar einschließlich der Prüfungsteile, die du vorher schon erfolgreich abgelegt hattest. Der Vorsitzende belehrt dich vor Beginn ausdrücklich darüber.

  3. Ärztliches Zeugnis und Antrag auf Zulassung

    Bevor du geprüft wirst, brauchst du einen vollständigen Antrag auf Zulassung zur Prüfung, und das Herzstück darin ist der ärztliche Tauglichkeitsnachweis. Die SpFV verlangt, dass du körperlich und psychisch tauglich und zuverlässig bist. Die medizinische Tauglichkeit bestätigt ein Arzt auf dem amtlichen Muster aus Anlage 2 der Verordnung.

    Der Tauglichkeitsnachweis

    Der Arzt schickt den Nachweis direkt im verschlossenen Umschlag an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, du bekommst eine Abschrift. Zur Beurteilung kannst du dem Arzt eine Bescheinigung über das Sehvermögen von einer anerkannten Sehteststelle und eine Bescheinigung über das Hörvermögen von einem Hörakustikerbetrieb vorlegen. Das Ergebnis kann auch eine Tauglichkeit mit Auflagen sein, etwa „Sehhilfe erforderlich“. Ein nicht ausreichendes Farbunterscheidungsvermögen lässt sich dagegen nicht durch Auflagen ausgleichen. Mehr zum Ablauf beim Augenarzt oder Optiker findest du in unserem Beitrag zum Sehtest für den Bootsführerschein.

    Praktisch für alle, die einen zweiten Schein nachlegen: Statt eines neuen Tauglichkeitsnachweises reicht eine Kopie des durch Prüfung erworbenen Sportbootführerscheins für den anderen Geltungsbereich, wenn dieser bei Antragstellung nicht älter als ein Jahr ist.

    Was in den Antrag gehört

    Laut § 7 SpFV enthält der Antrag mindestens diese Angaben und Unterlagen (Stand: 10/2026):

    • deine persönlichen Daten mit Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Nationalität und Anschrift
    • die Art der Fahrerlaubnis, die du erwerben willst
    • ein aktuelles Passbild im Format 35 x 45 Millimeter ohne Kopfbedeckung
    • den ärztlichen Tauglichkeitsnachweis oder die Kopie eines jungen, durch Prüfung erworbenen Sportbootführerscheins
    • die Kopie eines gültigen Kfz-Führerscheins; ohne ihn kann der Prüfungsausschuss ein Führungszeugnis verlangen
    • eine Erklärung, ob dir schon einmal eine Fahrerlaubnis für Sportboote entzogen wurde
    • bei Minderjährigen die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter
    • Ort und Datum der gewünschten Prüfung

    Einreichen kannst du den Antrag schriftlich oder elektronisch über das Verwaltungsportal des Bundes. Online füllst du das Formular aus, lädst die Dateien hoch und sendest digital ab; die Unterschrift entfällt dann. Wichtig ist die Frist: Der vollständige Antrag muss spätestens eine Woche vor dem Prüfungstermin beim Prüfungsausschuss liegen. Die amtliche Leistungsbeschreibung nennt eine Bearbeitungsdauer von rund 1 Woche. Zugelassen wirst du, wenn die Unterlagen stimmen und der angeforderte Gebührenvorschuss bezahlt ist. Eine förmliche Zulassung gibt es nicht, oft ist die Einladung zur Prüfung zugleich die Zulassung. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach der amtlichen Gebührenregelung und steht in der Leistungsbeschreibung des Bundesportals.

    Zum Thema Zuverlässigkeit: Unzuverlässig ist insbesondere, wer wegen erheblicher Verstöße gegen verkehrsstrafrechtliche Vorschriften rechtskräftig verurteilt wurde. Für die allermeisten ist das kein Thema, die Kopie des Autoführerscheins genügt.

    Unser Tipp aus der Praxis: Kümmere dich um das ärztliche Zeugnis, sobald du mit der Theorie beginnst, und nicht erst kurz vor dem Termin. Der Nachweis geht vom Arzt direkt an den Prüfungsausschuss, und genau dieser Postweg ist der Punkt, an dem Anträge am häufigsten hängen bleiben. Frag in der Praxis nach, ob das amtliche Formular nach Anlage 2 bekannt ist, und bring es im Zweifel ausgedruckt mit.
  4. Die Prüfung beim Bootsführerschein: Theorie und Praxis

    Die Prüfung zum Bootsführerschein besteht in der Regel aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, die du auch an verschiedenen Tagen ablegen kannst. Abgenommen wird sie von einer Prüfungskommission aus einem Vorsitzenden und mindestens einem weiteren Prüfer. Die Prüfungsausschüsse richten die beiden beliehenen Verbände ein, der Deutsche Motoryachtverband (DMYV) und der Deutsche Segler-Verband (DSV).

    Ein Punkt sorgt für Neutralität: Ein Prüfer darf niemanden prüfen, den er selbst geschult hat oder der in einer Ausbildungsstätte ausgebildet wurde, der er angehört. Deine Bootsschule bereitet dich also vor, prüfen tut sie dich nicht. Die Prüfungen sind nicht öffentlich.

    Die praktische Prüfung

    Im praktischen Teil zeigst du, dass du die nötigen Fahrmanöver beherrschst und dein Theoriewissen anwenden kannst. Mit Antriebsmaschine gehören das Rettungsmanöver bei Mensch über Bord, das Anlegen und das Ablegen zu den Pflichtmanövern, die alle ausreichend gelingen müssen. Für jedes Manöver hast du zwei Versuche. Dazu kommen sonstige Manöver: Aus fünf möglichen werden drei ausgewählt, von denen zwei ausreichend sein müssen. Bei den Knoten wählt die Kommission sieben aus neun aus, sechs davon musst du ausreichend knüpfen und erklären können.

    In Zahlen nach Anlage 4 der SpFV (Stand: 10/2026): 2 Versuche je Manöver, von 5 sonstigen Manövern werden 3 geprüft und 2 müssen sitzen, von 9 Knoten werden 7 geprüft und 6 müssen sitzen.

    Auch das Prüfungsboot ist geregelt. Grundsätzlich stellt der Bewerber ein geeignetes Sportboot mit Bootsführer, in der Praxis übernimmt das meist die Bootsschule. An Bord muss für jede Person eine Rettungsweste sein, für den SBF See zusätzlich ein Kompass. Bei der Motorprüfung muss der Motor mehr als 11,03 Kilowatt leisten, und das gilt ausdrücklich auch für Prüfungen auf dem Rhein.

    Motorboot Beim Anlegemanöver An Einem Steg Am Fluss
    Bild: KI-generiert

    Fristen rund um die Prüfung

    Alle Prüfungsteile müssen innerhalb eines Jahres bestanden sein. Die Frist beginnt mit der ersten Teilprüfung, die du antrittst. Einen nicht bestandenen Teil kannst du nicht am selben Tag wiederholen. Klappt es nicht, muss dir das Ergebnis innerhalb von 72 Stunden mitgeteilt werden, mündlich, telefonisch, per E-Mail oder schriftlich, dazu bekommst du einen schriftlichen Bescheid mit Begründung und Rechtsbehelfsbelehrung.

    Aus unserer Erfahrung entscheidet in der Praxisprüfung selten das Wissen, sondern die Ruhe. Wer die Manöver vorher oft genug gefahren ist, bleibt auch dann gelassen, wenn Wind oder Strömung nicht mitspielen. Deshalb legen wir in der Ausbildung so viel Wert auf Wiederholung am Steuer.

  5. Nach der Prüfung: vom Ergebnis zur Karte

    Hast du alle Teile bestanden, wird dir die Fahrerlaubnis erteilt und der Sportbootführerschein nach dem amtlichen Muster ausgestellt. Das ist die Karte, die du an Bord dabeihaben solltest. Ausgestellt wird sie über den beliehenen Verband, bei dessen Prüfungsausschuss du geprüft wurdest.

    Falls du den Schein dringend brauchst, etwa für einen Törn kurz nach der Prüfung, kannst du einen vorläufigen Sportbootführerschein nach Anlage 9 der Verordnung beantragen. Geht die Karte später verloren oder wird sie unbrauchbar, gibt es auf Antrag eine Ersatzausfertigung.

    Und wie geht es weiter? Viele hängen direkt den zweiten Schein an. Ein wichtiger Vorteil: Die Kopie des eben erworbenen Scheins ersetzt beim zweiten Antrag den ärztlichen Nachweis, solange er nicht älter als ein Jahr ist. Für Funk auf dem Wasser kommen später Funkzeugnisse wie UBI für Binnen oder SRC für See dazu, die eigene Prüfungen haben.

    Gut zu wissen für Gäste aus dem Ausland: Wer außerhalb Deutschlands wohnt und sich höchstens ein Jahr hier aufhält, braucht keine deutsche Fahrerlaubnis, wenn das Heimatland für das Boot keinen Befähigungsnachweis verlangt. Wendet das Heimatland die UNECE-Resolution Nr. 40 an, ist dagegen das internationale Zertifikat oder der heimische Nachweis nötig. Inhaber eines solchen ausländischen Zertifikats sind beim Erwerb des deutschen Scheins von der praktischen Prüfung befreit.

    Einmal erworben, gilt der Sportbootführerschein ohne Ablaufdatum. Entzogen werden kann er nur in den Fällen, die § 13 der Verordnung regelt.

    Kleines Motorboot Auf Dem Rhein In Der Abenddämmerung Mit Einer Kirchensilhouette Am Horizont
    Bild: KI-generiert
  6. So kommst du in Köln und Düsseldorf zum Schein

    Am Rhein machst du den Bootsführerschein bei Nautigo in Köln oder Düsseldorf, mit Praxis und Prüfung direkt auf dem Fluss. Die Theorie lernst du online, für Praxis und Prüfung kommst du an den Rhein.

    In Köln findet die Praxisausbildung auf dem Rhein ab Köln-Rodenkirchen statt, die praktische Prüfung fährst du auf dem Fahrschulboot. Die Theorieprüfung legst du im Stollwerck Köln ab. Alle Details stehen auf der Seite Bootsführerschein in Köln. Von Bonn oder Leverkusen aus erreichst du unsere Praxis in Köln-Rodenkirchen gut.

    In Düsseldorf liegen Praxis und praktische Prüfung am Anleger Kasematten der Weißen Flotte, die Theorieprüfung findet im Courtyard by Marriott statt. Praxisanleger und Theorieort sind getrennte Treffpunkte, plan also die Anfahrt zu beiden ein. Mehr dazu auf der Seite Bootsführerschein in Düsseldorf.

    Geprüft wirst du an beiden Orten vom zuständigen amtlichen Prüfungsausschuss des DSV, nicht von uns. Für den Rhein bringt die Praxis gleich die passenden Erfahrungen mit: Strömung, Berufsschifffahrt und Anlegen gegen den Strom sind genau die Situationen, die du später beim Fahren auf dem Fluss brauchst. Termine für Praxis und Prüfung siehst du im Buchungssystem.

Häufige Fragen

Wie mache ich den Bootsführerschein Schritt für Schritt?

Du wählst zuerst den passenden Schein, also SBF Binnen, SBF See oder beide. Danach lernst du die Theorie, lässt beim Arzt den Tauglichkeitsnachweis ausstellen und reichst den Antrag spätestens eine Woche vor dem Termin beim Prüfungsausschuss ein. Nach bestandener Theorie und Praxis wird der Sportbootführerschein ausgestellt.

Wo kann man den Bootsführerschein machen?

Die Prüfung legst du vor einem amtlichen Prüfungsausschuss des DMYV oder des DSV ab, die bundesweit eingerichtet sind. Vorbereiten kannst du dich bei einer Bootsschule, die Theorie oft online und die Praxis auf dem Wasser anbietet, etwa am Rhein in Köln oder Düsseldorf.

Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag auf Zulassung zur Prüfung?

Für den Antrag brauchst du persönliche Angaben, ein aktuelles Passbild ohne Kopfbedeckung, den ärztlichen Tauglichkeitsnachweis nach amtlichem Muster und eine Kopie deines Kfz-Führerscheins. Ohne Autoführerschein kann der Prüfungsausschuss ein Führungszeugnis verlangen. Minderjährige legen zusätzlich die Zustimmung der Eltern bei.

Kann ich den Antrag für den Sportbootführerschein online stellen?

Ja, der Antrag auf Zulassung zur Prüfung und Erteilung der Fahrerlaubnis kann elektronisch über das Verwaltungsportal des Bundes gestellt werden. Du füllst das Formular aus, lädst Passbild und Nachweise hoch und sendest ihn digital ab. Eine Unterschrift ist bei diesem Weg nicht nötig.

Wie lange habe ich Zeit, um alle Prüfungsteile zu bestehen?

Alle Teile der Prüfung zum Sportbootführerschein müssen innerhalb eines Jahres bestanden werden. Die Frist beginnt mit der ersten Teilprüfung, die du antrittst. Einen nicht bestandenen Prüfungsteil darfst du nicht am selben Tag wiederholen, sondern erst bei einem späteren Termin.

Brauche ich für den zweiten Bootsführerschein ein neues ärztliches Zeugnis?

Nicht unbedingt. Statt eines neuen Tauglichkeitsnachweises genügt die Kopie deines durch Prüfung erworbenen Sportbootführerscheins für den anderen Geltungsbereich oder die andere Antriebsart, wenn dieser bei Antragstellung höchstens ein Jahr alt ist. Bereits geprüfte Fähigkeiten werden grundsätzlich nicht erneut geprüft.

Bereit für deinen ersten Kurs am Steuer?

Mit beiden Scheinen bist du auf Fluss und Küste unterwegs und nutzt den Vorteil, dass bereits geprüfte Inhalte nicht doppelt abgefragt werden. Theorie online, Praxis auf dem Wasser.

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Julian Jorek
Nautigo-Redaktion Fachlich geprüft von Julian Jorek Gründer von Nautigo · erfahrener Segler und Motorbootexperte

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