SBF See Navigationsaufgaben: So löst du die Kartenaufgabe auf der D49
Die SBF See Navigationsaufgaben sind der Kartenteil der theoretischen Prüfung zum Sportbootführerschein See: Du beantwortest 9 Fragen auf einem Ausschnitt der Übungskarte D49 und brauchst mindestens 7 Punkte. Grundlage sind die 15 Navigationsaufgaben, die ELWIS samt Lösungen veröffentlicht. Erlaubt sind nur Navigationsdreieck, Anlegedreieck, Doppellineal, Portland Plotter und Zirkel, und für Fragebogen und Karte hast du zusammen 60 Minuten Zeit.
Wie schwer sind die SBF See Navigationsaufgaben wirklich, und woher bekommst du Aufgaben zum Üben? Die kurze Antwort: schwer ist sie nicht, aber sie verzeiht kein schlampiges Arbeiten. Wer die Kompassrose richtig liest, sauber mit dem Dreieck arbeitet und die Kursumwandlung im Schlaf beherrscht, holt hier verlässlich seine Punkte. Wer dagegen zum ersten Mal am Prüfungstag eine Seekarte aufklappt, verliert Zeit, und Zeit ist in dieser Prüfung knapp.
Wir bei Nautigo sehen in der Ausbildung immer wieder dasselbe Muster: Den Fragebogen lernen die meisten mit der App, die Kartenaufgabe schieben sie vor sich her. Dabei ist gerade dieser Teil gut planbar, weil die amtlichen Aufgaben öffentlich sind. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes stellt sie auf ELWIS bereit, mit Aufgabentext und Lösung.
Viele suchen die Navigationsaufgaben als PDF zum Ausdrucken. Hilfreich ist das nur zur Hälfte: Den Text kannst du drucken, lösen musst du die Aufgaben aber auf einer echten Papierkarte mit echtem Besteck. In diesem Ratgeber erfährst du, wie die Kartenaufgabe aufgebaut ist, wie du die Übungskarte liest, welche Fragetypen dich erwarten und wie eine amtliche Aufgabe konkret gelöst wird. Zum Schluss zeigen wir dir, wie du gezielt übst, statt nur Lösungen abzuschreiben.
Inhalt
Was sind die SBF See Navigationsaufgaben?
Die SBF See Navigationsaufgaben sind der zweite Teil der theoretischen Prüfung zum Sportbootführerschein See, den du neben dem Fragebogen auf einer Seekarte bearbeitest. Rechtsgrundlage ist die Sportbootführerscheinverordnung. Anlage 3 schreibt vor, dass für den Geltungsbereich Seeschifffahrtsstraßen außer dem Fragebogen eine Navigationsaufgabe zu lösen ist, bei der du Antworten frei formulierst oder Eintragungen direkt in der Seekarte vornimmst.
Das unterscheidet diesen Teil deutlich vom Fragebogen. Dort kreuzt du aus vier Antwortvorschlägen den richtigen an. Bei der Kartenaufgabe gibt es keine Vorschläge. Du ziehst selbst einen Kurs, rechnest selbst um, liest selbst eine Position ab. Die Prüfer sehen später genau, wie sauber du gearbeitet hast, weil deine Linien auf der Karte stehen bleiben.
Wie die Kartenaufgabe bewertet wird
Jede Navigationsaufgabe besteht aus 9 Fragen. Für jede richtige Antwort oder Eintragung gibt es einen Punkt, bestanden hast du diesen Teil mit mindestens 7 Punkten. Der Fragebogen wird getrennt gewertet: Von den 7 Basisfragen musst du mindestens 5 Punkte holen, von den 23 spezifischen Fragen See mindestens 18 Punkte. Fällt einer dieser Teile durch, hilft dir ein starkes Ergebnis im anderen nicht weiter.
Stand: 09/2026, laut Bewertungsschlüssel auf ELWIS:
- Navigationsaufgabe: 9 Fragen, bestanden ab 7 Punkten
- Basisfragen: 7 Fragen, bestanden ab 5 Punkten
- Spezifische Fragen See: 23 Fragen, bestanden ab 18 Punkten
- Bearbeitungszeit für den gesamten theoretischen Teil: 60 Minuten
Die 60 Minuten gelten für Fragebogen und Karte zusammen. Genau hier liegt der Grund, warum Übung so viel ausmacht. Wer den Fragebogen zügig schafft, hat für die Karte genug Luft. Wer an jeder Kursumwandlung grübelt, gerät am Ende unter Druck.

Die Übungskarte D49 lesen: das Werkzeug der SBF See Navigationsaufgaben
Allen amtlichen Navigationsaufgaben liegt die Übungskarte D49 zugrunde, die das Gebiet der Mündungen von Jade, Weser und Elbe zeigt. ELWIS legt außerdem fest, auf welchen Kartenausschnitten die einzelnen Aufgaben in der Prüfung bearbeitet werden. Du übst also auf genau der Karte, die dir auch am Prüfungstag begegnet.
Breite und Länge richtig ablesen
Die geographische Breite liest du am senkrechten Kartenrand ab, die Länge am waagerechten. Klingt banal, ist aber die häufigste Quelle für Flüchtigkeitsfehler. Auf der Übungskarte liegt die Breite im Bereich um 53° N, die Länge beginnt mit 007° oder 008° E. Eine Position wie 53° 47,2′ N und 007° 29,1′ E setzt sich also aus Grad und Minuten mit einer Nachkommastelle zusammen. Nimm dafür den Zirkel, stich auf den Punkt und übertrage den Abstand zur nächsten Gradlinie an den Rand. Ein Lineal quer über die Karte ist ungenauer, weil es leicht verrutscht.
Distanzen immer am Breitenrand messen
Eine Seemeile entspricht einer Breitenminute. Deshalb misst du Distanzen mit dem Zirkel am seitlichen Kartenrand, auf der Höhe, auf der du gerade arbeitest. Den Längenrand oben und unten benutzt du dafür nie: Längenminuten sind auf unseren Breiten deutlich kürzer als eine Seemeile. Dieser Fehler taucht in der Praxisausbildung erstaunlich oft auf, gerade bei Leuten, die gut rechnen können und deshalb glauben, auf die Randskala komme es nicht an.
Kompassrose und Missweisung
Auf der Karte findest du Kompassrosen mit einem Vermerk zur Missweisung, also der Abweichung zwischen geographischem und magnetischem Nord. Die amtlichen Aufgaben geben diesen Wert meist nicht vor, sondern formulieren: „die Mw ist der Seekarte zu entnehmen“. Suche dir die Kompassrose, die deinem Kurs am nächsten liegt, und lies den Wert dort ab. Wer das einmal bewusst gemacht hat, übersieht es in der Prüfung nicht mehr.
Tonnen, Feuer und Eintragungen deuten
Neben Kursen und Positionen fragt die Kartenaufgabe nach Schifffahrtszeichen und Karteneintragungen: Welche Farbe hat eine Tonne, welche Kennung hat ihr Feuer, welches Toppzeichen trägt sie? Was bedeutet ein bestimmtes Symbol in der Karte? Die Antworten stehen auf der Karte selbst, du musst sie nur entschlüsseln können. Das Wissen dazu überschneidet sich stark mit dem Fragebogen, deshalb lohnt es sich, Betonnung und Kartensymbole gemeinsam zu lernen.
Die amtlichen Fragetypen der Kartenaufgabe
Welche Fragen in der Kartenaufgabe drankommen können, ist öffentlich festgelegt: ELWIS nennt einen festen Pool von 15 Fragen, aus dem für jede Navigationsaufgabe 9 ausgewählt werden. Im Fragenkatalog See stehen sie als Frage 286 bis 300, also ganz am Ende des Katalogs mit seinen insgesamt 300 Fragen.
Inhaltlich lassen sich die Fragen in vier Gruppen sortieren. Diese Einteilung ist unsere eigene Lernhilfe, amtlich ist nur der Wortlaut der Fragen.
Kurse und Kursumwandlung
Hierhin gehören die Fragen nach dem rechtweisenden Kurs (rwK), nach dem Eintragen des Kurses in die Karte und nach dem Magnetkompasskurs (MgK). Du setzt einen Kurs mit dem Dreieck ab, liest ihn rechtweisend ab und rechnest ihn dann über Missweisung und Ablenkung in den Kurs um, den du am Kompass steuern würdest.
Peilungen und Positionen
Die zweite Gruppe dreht sich um den Standort: Wie lauten die Peilungen, trage sie in die Karte ein, entnimm der Karte eine geographische Position oder trage eine vorgegebene Position ein. Peilungen kommen in der Aufgabe meist als Magnetkompasspeilungen (MgP) und müssen erst in rechtweisende Peilungen (rwP) umgewandelt werden, bevor du sie zeichnest.
Distanz, Zeit, Geschwindigkeit, Koppeln
Die dritte Gruppe ist die Rechenecke: Wie groß ist die Distanz, in welcher Zeit erreichst du das Ziel, wie groß ist die Geschwindigkeit, auf welcher Position steht das Schiff nach Koppelort, und wie lautet die Besteckversetzung? Hier helfen dir einfache Zusammenhänge zwischen Fahrt, Zeit und Strecke. Ein Taschenrechner ist in der Prüfung nicht erlaubt, deshalb solltest du Kopfrechnen mit Knoten und Minuten vorher geübt haben.
Schifffahrtszeichen und Karteneintragungen
Die letzte Gruppe fragt nach der Bedeutung eines Schifffahrtszeichens, nach seiner Beschreibung (etwa Farbe, Kennung, Toppzeichen, Nenntragweite, Feuerhöhe, Art des Feuers) oder nach der Bedeutung einer Eintragung in der Seekarte. Diese Fragen sind oft die schnellsten Punkte der ganzen Aufgabe, sofern du die Kartensymbole kennst.
Stand: 09/2026, laut ELWIS: 15 mögliche Fragen, 9 davon je Navigationsaufgabe, Grundlage Übungskarte D49.

SBF See Navigationsaufgaben mit Lösung: ein amtliches Beispiel Schritt für Schritt
Am besten verstehst du die Kartenaufgabe an einem echten Fall, deshalb gehen wir hier die amtliche Navigationsaufgabe 4 von ELWIS durch. Die Ausgangslage: Ein Sportboot läuft am 18.04.2014 von Langeoog aus und befindet sich um 09:00 Uhr nahe der Tonne „Accumer Ee“. Die Lösungen unten stammen aus der amtlichen Lösungstabelle.
Position ablesen und Kurs absetzen
Zuerst sollst du die Position des Bootes um 09:00 Uhr aus der Karte entnehmen. Die amtliche Lösung lautet 53° 47,2′ N und 007° 29,1′ E. Danach setzt du den Kurs von der Tonne „Accumer Ee“ auf die Tonne „Otzumer Balje“ ab und trägst ihn in die Karte ein. Den rechtweisenden Kurs liest du mit dem Dreieck am Kartennetz ab: rwK 081°.
Vom rechtweisenden Kurs zum Kompasskurs
Nun kommt die Kursumwandlung. Die Aufgabe nennt eine Ablenkung von +7°, die Missweisung sollst du der Karte entnehmen. Beim Umwandeln vom rechtweisenden zum Magnetkompasskurs ziehst du Missweisung und Ablenkung mit ihrem Vorzeichen ab. Die amtliche Lösung lautet MgK 074°. Rechnest du nach, siehst du, dass die Missweisung an dieser Stelle der Übungskarte praktisch keine Rolle spielt. Verlass dich darauf aber nie pauschal, sondern lies sie in jeder Aufgabe neu ab.
Tonne beschreiben
Die nächste Teilaufgabe fragt nach Farbe, Kennung und Toppzeichen der Tonne „Otzumer Balje“. Laut Lösung ist sie rot und weiß senkrecht gestreift, zeigt ein weißes Gleichtaktfeuer mit 4 Sekunden Wiederkehr und trägt einen roten Ball als Toppzeichen. Alle drei Angaben stehen in der Karte, du musst sie nur vollständig übertragen. Wer eine davon vergisst, riskiert den Punkt.
Koppeln
Um 10:00 Uhr lautet die Frage: Auf welcher Position befindet sich das Schiff nach Koppelort, wenn die durchschnittliche Fahrt über Grund in der letzten Stunde 6 kn betrug? In einer Stunde legst du bei dieser Fahrt sechs Seemeilen zurück. Diese Strecke greifst du mit dem Zirkel am Breitenrand ab und trägst sie auf deiner Kurslinie ab. Die amtliche Lösung ist 53° 48,2′ N und 007° 39,2′ E.
Karteneintragungen deuten
Danach entscheidest du dich, hinter der Insel zurück zum Hafen zu laufen. Etwa 1,2 sm südwestlich der Tonne „Otzumer Balje“ findest du zwei ähnliche Einträge. Laut Lösung sind das Wracks mit 3,7 m und 1,4 m Tiefe. Solche Fragen prüfen, ob du Kartensymbole im Kontext erkennst, und sie sind für die Praxis hochrelevant, weil genau solche Hindernisse in flachem Wasser zur Gefahr werden.
Peilungen umwandeln und eintragen
Zum Abschluss peilst du um 10:15 Uhr mit dem Peilaufsatz am Magnetkompass die westlichste der drei Kirchen auf Spiekeroog mit MgP 110° und die Tonne „Otzumer Balje“ mit MgP 030°. Die Ablenkung für den anliegenden Kurs beträgt jetzt +5°, die Missweisung entnimmst du wieder der Karte. Die amtlichen rechtweisenden Peilungen lauten rwP 115° für die Kirche und rwP 035° für die Tonne. Beide trägst du als Linien in die Karte ein. Wo sie sich kreuzen, liegt dein Standort.
Achte bei diesem Beispiel auf einen Unterschied: Beim Kurs rechnest du vom rechtweisenden zum Kompasswert, bei den Peilungen in die Gegenrichtung. Genau an diesem Richtungswechsel verrechnen sich viele, weil sie das Vorzeichen der Ablenkung mechanisch übernehmen, statt zu überlegen, in welche Richtung sie gerade umwandeln.
Typische Fehler und wie bewertet wird
Die meisten Punkte gehen nicht durch Unwissen verloren, sondern durch ungenaues Arbeiten und falsche Vorzeichen. Das gute daran: Beides lässt sich trainieren. Und die Verordnung schützt dich vor einer Kettenreaktion, wenn dir doch einmal ein Fehler passiert.
Folgefehler werden nicht doppelt bestraft
Anlage 3 der Sportbootführerscheinverordnung regelt ausdrücklich den Folgefehler. Antworten, die nur deshalb falsch sind, weil du einen falschen Ansatz folgerichtig weitergeführt hast, bekommen trotzdem ihren Punkt. Beispiel: Du liest einen falschen rwK ab, rechnest aber den MgK korrekt daraus weiter. Dann verlierst du den Punkt für den rwK, nicht aber automatisch den für den MgK. Für dich heißt das: Schreib deinen Rechenweg sichtbar auf. Ohne erkennbaren Weg kann niemand einen Folgefehler erkennen.
Die häufigsten Stolperstellen
- Vorzeichen bei Missweisung und Ablenkung: Östliche Werte sind positiv, westliche negativ. Wer beim Umwandeln die Richtung verwechselt, liegt gleich um das Doppelte daneben.
- Distanz am falschen Rand gemessen: Seemeilen immer am Breitenrand abgreifen, nie am Längenrand.
- Kurs auf Rechtweisung vergessen: Eingezeichnet werden rechtweisende Kurse und Peilungen, nicht die Kompasswerte.
- Unvollständige Beschreibungen: Wird nach Farbe, Kennung und Toppzeichen gefragt, gehören alle Angaben in die Antwort.
- Unsaubere Linien: Ein stumpfer Bleistift macht aus einer genauen Position schnell eine ungenaue. Spitzer Bleistift und Radiergummi gehören in jede Federtasche.
Was du mitbringen darfst
Die Hilfsmittel sind in der Verordnung vollständig aufgezählt: Navigationsdreieck, Anlegedreieck, Doppellineal, Portland Plotter und Zirkel. Andere Hilfsmittel, auch elektronische Nachschlagewerke, sind nicht erlaubt. Ein Täuschungsversuch führt dazu, dass die Prüfung als nicht bestanden gilt, und zwar einschließlich bereits bestandener Prüfungsteile. Üb deshalb von Anfang an mit dem Besteck, das du auch in die Prüfung mitnimmst. Wer daheim mit dem Handy rechnet, hat in der Prüfung ein Problem.
Stand: 09/2026, laut SpFV: Alle Prüfungsteile müssen innerhalb eines Jahres ab Antritt der ersten Teilprüfung bestanden werden, und ein nicht bestandener Prüfungsteil kann nicht am selben Tag wiederholt werden.

So übst du die SBF See Navigationsaufgaben gezielt
Gezielt üben heißt: jede amtliche Aufgabe einmal vollständig auf der Karte lösen, mit der amtlichen Lösung vergleichen und Fehler nach Typ sortieren. Das bringt mehr als zehn Aufgaben nur zu lesen. Wir empfehlen in der Ausbildung einen einfachen Ablauf in drei Durchgängen, der sich bewährt hat.
Erster Durchgang: verstehen
Nimm dir eine Aufgabe nach der anderen vor, ohne Zeitdruck. Lies die Aufgabe auf ELWIS, löse sie auf der Übungskarte und vergleiche dann jede Teilantwort mit der Lösungstabelle. Wo du abweichst, suchst du die Ursache: falscher Rand, falsches Vorzeichen, falsche Kompassrose. Notier dir den Fehlertyp in einer kleinen Liste.
Zweiter Durchgang: festigen
Arbeite dieselben Aufgaben ein zweites Mal durch, diesmal mit frisch radierter Karte. Konzentrier dich auf die Fehlertypen aus deiner Liste. Die meisten merken hier, dass sich ihre Fehler auf zwei oder drei Muster beschränken. Genau die trainierst du jetzt gezielt.
Dritter Durchgang: auf Zeit
Zum Schluss simulierst du die Prüfung. Stell dir einen Wecker auf 60 Minuten und bearbeite einen Fragebogen und eine Navigationsaufgabe am Stück. So merkst du, ob dein Zeitplan aufgeht. Viele Prüflinge erledigen erst den Fragebogen und nehmen sich danach die Karte vor. Andere starten lieber mit der Karte, solange der Kopf frisch ist. Beides ist in Ordnung, entscheidend ist, dass du deine Reihenfolge vorher ausprobiert hast.
Aufgaben als PDF und die richtige Karte
Den kompletten Fragen- und Antwortenkatalog See bietet ELWIS zum Herunterladen an. Die Navigationsaufgaben stehen dort mit Aufgabentext und Lösungen, die Lösungen zum Einzeichnen verweisen auf die Karte. Zum Üben brauchst du deshalb zusätzlich eine gedruckte Übungskarte D49 und die passenden Kartenausschnitte. Beides führen wir in unserem Shop: die Übungskarte D49 und die SBF See Seekarten für die Navigationsaufgaben. Wenn du eine einzelne Aufgabe ausführlich durchgerechnet sehen willst, schau dir unseren Beitrag zur ersten amtlichen Navigationsaufgabe an.
Aus unserer Erfahrung in der Theorieausbildung: Wer jede amtliche Aufgabe mindestens einmal selbst auf Papier gelöst hat, geht deutlich entspannter in die Prüfung. Die Kartenaufgabe verliert ihren Schrecken, sobald du merkst, dass sich die Fragetypen wiederholen und du jeden davon schon einmal erfolgreich gelöst hast.
Welche Karte brauche ich für die SBF See Navigationsaufgaben?
Für die SBF See Navigationsaufgaben brauchst du die Übungskarte D49, die das Gebiet der Mündungen von Jade, Weser und Elbe zeigt. Alle amtlichen Navigationsaufgaben, die ELWIS veröffentlicht, beziehen sich auf diese Karte und auf fest definierte Ausschnitte daraus.
Wie viele Fragen hat die Navigationsaufgabe beim SBF See?
Die Navigationsaufgabe beim Sportbootführerschein See besteht aus 9 Fragen, die aus einem amtlichen Pool von 15 Fragen stammen. Für jede richtige Antwort oder Eintragung gibt es einen Punkt, bestanden ist die Kartenaufgabe mit mindestens 7 Punkten.
Wie viel Zeit habe ich für die Navigationsaufgabe?
Für den theoretischen Teil des Sportbootführerscheins See hast du laut Bewertungsschlüssel auf ELWIS insgesamt 60 Minuten. Diese Zeit gilt für den Fragebogen und die Navigationsaufgabe zusammen, eine eigene Zeitvorgabe nur für die Karte gibt es nicht.
Welche Hilfsmittel sind bei der Kartenaufgabe erlaubt?
Bei der Navigationsaufgabe zum Sportbootführerschein See erlaubt die Sportbootführerscheinverordnung ein Navigationsdreieck, ein Anlegedreieck, ein Doppellineal, einen Portland Plotter und einen Zirkel. Taschenrechner, Smartphones und Nachschlagewerke gehören nicht dazu und dürfen nicht benutzt werden.
Muss ich bei der Navigationsaufgabe rechnen oder zeichnen?
Bei der Navigationsaufgabe zum Sportbootführerschein See machst du beides. Du trägst Kurse, Peilungen und Positionen in die Seekarte ein und rechnest Kurse um, bestimmst Distanzen, Fahrtzeiten und Geschwindigkeiten. Dazu kommen Fragen zu Tonnen, Feuern und Karteneintragungen, die du frei beantwortest.
Gibt es die SBF See Navigationsaufgaben als PDF?
Die amtlichen SBF See Navigationsaufgaben veröffentlicht ELWIS, das Informationsportal der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, samt Lösungen. Den gesamten Fragen- und Antwortenkatalog See gibt es dort auch als PDF zum Herunterladen. Zum Lösen brauchst du zusätzlich eine gedruckte Übungskarte D49.
Was passiert, wenn ich mich früh in der Navigationsaufgabe verrechne?
Ein früher Rechenfehler in der Navigationsaufgabe zum Sportbootführerschein See kostet nicht automatisch alle folgenden Punkte. Die Sportbootführerscheinverordnung wertet Antworten, die nur wegen eines folgerichtig weitergeführten Fehlers falsch sind, trotzdem als richtig. Dafür muss dein Rechenweg nachvollziehbar sein.
Bereit für deine eigene Seekarte?
Mit einem sauberen Plan für Theorie und Kartenaufgabe wird der Prüfungstag zur Formsache, und danach wartet das offene Wasser auf dich.
Quellen & Referenzen
- ELWIS: Navigationsaufgaben zum Sportbootführerschein See (Übungskarte D49, Fragen 286 bis 300) (abgerufen am 26.09.2026)
- ELWIS: Navigationsaufgabe 4 mit amtlicher Lösung (abgerufen am 26.09.2026)
- ELWIS: Bewertungsschlüssel für die theoretische Prüfung zum Sportbootführerschein (abgerufen am 26.09.2026)
- ELWIS: Fragenkatalog See (Fragen- und Antwortenkatalog, auch als PDF) (abgerufen am 26.09.2026)
- Sportbootführerscheinverordnung (SpFV), Anlage 3: Theoretische Prüfung (abgerufen am 26.09.2026)
- Sportbootführerscheinverordnung (SpFV), § 8: Prüfung (abgerufen am 26.09.2026)
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