Seemannsknoten Bootsführerschein: Die 9 Prüfungsknoten erklärt
Transkript
Vorgelesen von einer KI-Stimme (Google Gemini). Maßgeblich ist der geschriebene Text.
Für die Seemannsknoten beim Bootsführerschein legt die Sportbootführerscheinverordnung neun Knoten fest. In der praktischen Prüfung verlangen die Prüfer davon sieben, und sechs davon musst du ausreichend knoten und ihre Verwendung richtig erklären. Zur Liste gehören Achtknoten, Kreuzknoten, Palstek, Schotstek, Stopperstek, Webleinstek, Webleinstek auf Slip, Rundtörn mit zwei halben Schlägen und das Belegen einer Klampe mit Kopfschlag.
Welche Seemannsknoten brauchst du für den Bootsführerschein, und wie gut musst du sie können? Die kurze Antwort steht in der Verordnung selbst: Die Knotenliste ist amtlich festgelegt, und sie gilt für den Sportbootführerschein See genauso wie für Binnen. Wer die Liste kennt, muss in der Prüfung nicht raten, was kommt.
Eine Frage, die in fast jedem Kurs kommt: Reicht es, die Knoten einmal sauber hinzubekommen? Aus unserer Erfahrung in der Praxisausbildung lautet die ehrliche Antwort nein. Der Prüfer will sehen, dass du einen Knoten ohne langes Nachdenken legst, und er fragt nach, wofür du ihn an Bord verwendest. Genau dieses Erklären unterschätzen viele, obwohl die Verordnung es ausdrücklich verlangt.
In diesem Ratgeber gehen wir alle neun Prüfungsknoten durch, sortiert nach ihrer Aufgabe an Bord: Knoten, die ein Ende sichern oder zwei Leinen verbinden, Knoten, die ein Auge bilden oder etwas festmachen, und Knoten, die unter Last halten müssen. Dazu bekommst du eine Schritt für Schritt Anleitung für den Palstek, eine Übungsroutine für zu Hause und Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden. Alle Angaben zur Prüfung stammen aus dem Verordnungstext, Stand: 10/2026.
Seemannsknoten beim Bootsführerschein: was die Prüfung verlangt
Die Knotenprüfung ist ein fester Teil der praktischen Prüfung und folgt einer amtlichen Liste mit neun Knoten, aus der die Prüfer sieben auswählen. Geregelt ist das in Anlage 4 der Sportbootführerscheinverordnung, die das Muster für das Praxisprotokoll vorgibt. Knoten stehen dort als eigener Teil III neben den Manövern mit Antriebsmaschine und unter Segel.

Bild: KI-generiert Die Bewertungsregel ist klar formuliert: Von den sieben verlangten Knoten müssen sechs ausreichend ausgeführt sein, und du musst ihre Verwendung richtig erklären. Ein Knoten darf also danebengehen, mehr Spielraum gibt es nicht. Für jede Aufgabe hast du zwei Versuche. Wenn dir der Palstek beim ersten Anlauf verrutscht, ist das noch kein Drama, solange der zweite Versuch sitzt.
Die amtliche Knotenliste
Laut Anlage 4 SpFV gehören diese Knoten zum Prüfungsumfang (Stand: 10/2026):
- Achtknoten
- Kreuzknoten
- Palstek
- Einfacher oder doppelter Schotstek
- Stopperstek
- Webleinstek
- Webleinstek auf Slip
- Rundtörn mit zwei halben Schlägen
- Belegen einer Klampe mit Kopfschlag
Viele kennen den Webleinstek unter dem Namen Webeleinstek. Gemeint ist derselbe Knoten, die Verordnung schreibt ihn ohne das zweite e. Im Gespräch mit dem Prüfer sind beide Schreibweisen unproblematisch.
Wer prüft und wie das Ergebnis zustande kommt
Abgenommen wird die Prüfung von einer Prüfungskommission der amtlichen Prüfungsausschüsse, die der Deutsche Motoryachtverband und der Deutsche Segler-Verband einrichten. Nach § 8 SpFV besteht die Kommission aus einem Vorsitzenden und mindestens einem weiteren Prüfer, für eine getrennt abgelegte Praxisprüfung genügt ein Prüfer. Über den Verlauf wird ein Protokoll geführt. Ist ein Teil nicht ausreichend, trägt der Prüfer dort eine Begründung ein.
Wichtig für die Planung: Alle Prüfungsteile müssen innerhalb eines Jahres bestanden werden, die Frist beginnt mit der ersten Teilprüfung. Einen nicht bestandenen Prüfungsteil kannst du nicht am selben Tag wiederholen. Die Knoten gehören zum praktischen Teil, wer sie dort nicht schafft, braucht also einen neuen Termin. Wie die Manöver auf dem Wasser ablaufen, haben wir im Beitrag zur praktischen Prüfung SBF See zusammengefasst.
Achtknoten, Kreuzknoten, Schotstek: Enden sichern und Leinen verbinden
Drei Prüfungsknoten haben eine gemeinsame Grundaufgabe: Sie sichern ein Leinenende oder verbinden zwei Enden miteinander. Wer diese Gruppe versteht, kann dem Prüfer auch die Verwendung sicher erklären, denn genau danach fragt er.
Achtknoten
Der Achtknoten ist ein Stopperknoten am Ende einer Leine. Er verhindert, dass eine Schot oder ein Fall durch einen Block oder eine Öse ausrauscht. Seinen Namen hat er von der Form: Liegt er locker, sieht er aus wie eine Acht. Du legst eine Bucht, führst das Ende einmal um die stehende Part herum und steckst es von oben durch die Bucht. Im Vergleich zum einfachen Überhandknoten lässt sich der Achtknoten nach Belastung wieder leicht öffnen, und genau das ist an Bord sein Vorteil.
Kreuzknoten
Mit dem Kreuzknoten verbindest du zwei Enden von etwa gleicher Stärke, klassisch beim Zusammenbinden von Reffbändseln. Er besteht aus zwei gegenläufigen halben Knoten: rechts über links, dann links über rechts. Richtig gelegt liegen beide losen Enden auf derselben Seite des Knotens. Liegen sie auf verschiedenen Seiten, hast du einen Diebesknoten erwischt, der sich unter Zug aufziehen kann. Der Kreuzknoten ist kein Knoten für stark belastete Verbindungen. Wenn der Prüfer fragt, wofür du ihn nicht nehmen würdest, ist das eine gute Gelegenheit, Verständnis zu zeigen.
Einfacher oder doppelter Schotstek
Der Schotstek verbindet zwei Leinen, auch wenn sie unterschiedlich dick sind. Die dickere Leine bildet eine Bucht, das dünnere Ende kommt von unten durch die Bucht, läuft einmal um beide Parten der Bucht herum und wird unter sich selbst eingeklemmt. Beim doppelten Schotstek führst du das Ende ein zweites Mal herum, die Verbindung hält dadurch besser, wenn sie zwischendurch locker wird. Die Verordnung lässt dir die Wahl zwischen einfacher und doppelter Ausführung.
Ein typischer Fehler bei allen drei Knoten: zu kurze lose Enden. Lass immer genug Ende überstehen, damit der Knoten unter Zug nicht herausrutscht. Das sieht der Prüfer sofort und es kostet dich unnötig einen Versuch.
Palstek, Webleinstek, Rundtörn: Augen bilden und festmachen
Die zweite Gruppe sind die Knoten, mit denen du ein Auge in eine Leine legst oder das Boot und seine Ausrüstung an einem Pfahl, einer Reling oder einem Ring festmachst. Im Hafenalltag benutzt du sie öfter als alle anderen.
Palstek
Der Palstek bildet ein feststehendes Auge, das sich unter Last nicht zuzieht und sich danach trotzdem wieder öffnen lässt. Damit eignet er sich für Festmacher, die über einen Poller gelegt werden, und für Schleppverbindungen. Weil er so häufig gebraucht wird, gilt er als der Prüfungsknoten schlechthin. So legst du ihn:
- Auge vorbereiten In die stehende Part eine kleine Bucht legen, die lose Part liegt dabei oben.
- Ende durchstecken Das lose Ende von unten durch diese kleine Bucht führen.
- Um die stehende Part Das Ende hinter der stehenden Part herumführen.
- Zurück durch die Bucht Das Ende von oben wieder durch die kleine Bucht stecken.
- Dichtholen Stehende Part und Ende gegeneinander ziehen und das Auge auf die gewünschte Größe bringen.
Die bekannte Eselsbrücke mit dem Kaninchen, das aus dem Loch kommt, um den Baum läuft und zurück ins Loch springt, beschreibt genau diese Bewegung. Prüfe nach dem Dichtholen, ob das lose Ende im Inneren des Auges liegt. Das ist die übliche, saubere Form.
Webleinstek und Webleinstek auf Slip
Der Webleinstek macht eine Leine an einer Stange, einem Relingsdraht oder einem Pfahl fest, typisch für Fender. Er besteht aus zwei Törns, wobei das Ende beim zweiten Törn unter sich selbst durchgesteckt wird. Unter gleichmäßigem Zug hält er gut, bei wechselnder Belastung kann er sich lockern. Die Variante auf Slip legst du mit einer Bucht statt mit dem Ende. Ein Zug am losen Ende öffnet ihn sofort, was praktisch ist, wenn du schnell lösen willst. In der Prüfung zählen beide Varianten als eigene Knoten.

Bild: KI-generiert Rundtörn mit zwei halben Schlägen
Der Rundtörn mit zwei halben Schlägen hält eine Leine zuverlässig an einem Ring, Pfahl oder Poller, auch wenn ständig Zug darauf steht. Du legst die Leine einmal ganz um den Gegenstand herum, das ist der Rundtörn, und sicherst das Ende dann mit zwei halben Schlägen um die stehende Part. Der Vorteil: Der Rundtörn nimmt die Last auf, sodass du den Knoten auch unter Zug legen und lösen kannst. Beim Erklären hilft der Satz, dass der Törn die Arbeit macht und die Schläge nur sichern.
Unser Tipp aus der Praxis: Übe jeden Knoten auch hinter dem Rücken oder mit geschlossenen Augen. Wer den Palstek blind legen kann, bleibt in der Prüfung ruhig, selbst wenn ein Prüfer zuschaut und das Boot leicht schaukelt. Sag beim Üben laut dazu, wofür du den Knoten an Bord verwendest. So trainierst du die Erklärung gleich mit.Klampe belegen und Stopperstek: Knoten unter Last
Zwei Aufgaben der Liste drehen sich um Leinen, die richtig Zug abbekommen: das Belegen einer Klampe mit Kopfschlag und der Stopperstek. Beide wirst du an Bord regelmäßig brauchen, auch wenn der Stopperstek im Alltag seltener vorkommt.
Belegen einer Klampe mit Kopfschlag
Beim Belegen einer Klampe führst du die Leine zuerst einmal ganz um den Fuß der Klampe, dann in Achterschlägen über die Hörner und schließt mit einem Kopfschlag ab. Der Kopfschlag ist ein Schlag, bei dem die Leine unter sich selbst verläuft und so die Achterschläge sichert. Achte darauf, von der abgewandten Seite anzufangen, damit die Leine nicht über sich selbst bekneift wird. Eine sauber belegte Klampe lässt sich auch unter Last wieder lösen. Wer stattdessen wilde Schläge übereinander häuft, bekommt die Leine im Ernstfall nicht schnell frei.
Stopperstek
Der Stopperstek ist ein Klemmknoten, mit dem du eine dünnere Leine an einer belasteten Leine oder einer Stange befestigst, die in einer Richtung Zug hat. Ein klassisches Einsatzbeispiel ist das Entlasten einer Schot, die sich auf der Winsch bekniffen hat. Du legst zwei Törns in Zugrichtung, die über die erste Leine laufen, dann einen halben Schlag auf der anderen Seite. Beim Erklären ist die Zugrichtung entscheidend: Der Knoten klemmt nur, wenn die Törns in Richtung der Last liegen.
Die Knotenprüfung findet oft an einer Knotentafel oder einem Übungsstück statt, manchmal aber direkt am Boot. Gerade bei Klampe und Rundtörn lohnt es sich deshalb, an echten Klampen und Pollern zu üben, nicht nur am Tischbein.

Bild: KI-generiert Seemannsknoten für den Bootsführerschein üben
Am besten lernst du die Seemannsknoten für den Bootsführerschein mit einem eigenen Stück Leine und kurzen, regelmäßigen Übungseinheiten. Ein Tauwerkstück von einigen Metern aus dem Bootszubehör genügt, dazu ein Stuhlbein oder ein Geländer als Ersatz für Pfahl und Reling.
Eine Übungsroutine, die funktioniert
Wir bei Nautigo sehen immer wieder, dass tägliches kurzes Üben mehr bringt als eine lange Sitzung am Vorabend der Prüfung. Leg jeden Tag die ganze Liste einmal durch, und zwar in wechselnder Reihenfolge. Der Prüfer fragt die Knoten auch nicht nach Liste ab. Sobald die Liste sitzt, übst du unter erschwerten Bedingungen: im Stehen, mit nassen Händen, mit einer dickeren Leine.
Mindestens genauso wichtig ist das Erklären. Für jeden Knoten solltest du in einem Satz sagen können, wofür er dient und wo seine Grenze liegt. Beispiel: Der Kreuzknoten verbindet gleich starke Enden, für belastete Verbindungen nimmst du besser einen Schotstek. Mit solchen Sätzen erfüllst du die Anforderung der Verordnung, die Verwendung richtig zu erklären.
Die häufigsten Fehler
- Diebesknoten statt Kreuzknoten
- Die losen Enden liegen auf unterschiedlichen Seiten. Kontrolliere nach jedem Kreuzknoten die Lage der Enden.
- Palstek seitenverkehrt
- Die kleine Bucht wird falsch herum gelegt, dann entsteht ein Slipknoten, der sich zuzieht. Achte darauf, dass die lose Part oben liegt.
- Klampe ohne Rundtörn
- Ohne die erste Umrundung des Klampenfußes fehlt die Reibung, und die Leine rutscht.
- Stopperstek gegen die Zugrichtung
- Liegen die Törns auf der falschen Seite, rutscht der Knoten beim ersten Zug durch.
Knoten und Theorie gemeinsam planen
Knoten sind ein überschaubarer Prüfungsteil, aber sie fallen in die praktische Prüfung, die du meist erst nach der Theorie ablegst. Plane deshalb die Knotenübung parallel zum Theorielernen ein, statt sie auf die letzten Tage zu schieben. Für die Kartenaufgabe beim SBF See findest du in unserem Beitrag zu den SBF See Navigationsaufgaben eine ähnliche Schritt für Schritt Anleitung. Und welche Voraussetzungen du vor der Anmeldung erfüllen musst, steht im Beitrag zu Alter und Voraussetzungen.
Nach § 6 SpFV musst du für den Führerschein mit Antriebsmaschine mindestens 16 Jahre alt sein, für das Segeln mindestens 14 Jahre. Dazu kommen der ärztliche Tauglichkeitsnachweis und die Zuverlässigkeit. Wer jünger als 18 Jahre ist, braucht die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters.
Frage 1 von 3
Was ist zu beachten, wenn ein Sportboot geschleppt werden soll?Antwortmöglichkeiten, nur eine ist richtig
- Die Schleppleine ist den Wetterverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die der Anhang frei fahrend bei Gleitfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.
- Die Schleppleine ist den Seegangsverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die der Anhang frei fahrend bei Verdrängerfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.
- Die Schleppleine ist den Seegangsverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die das schleppende Fahrzeug frei fahrend bei Verdrängerfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.
- Die Schleppleine ist den Wetterverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die das schleppende Fahrzeug frei fahrend bei Gleitfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.
Lösung anzeigen
Richtig ist: Die Schleppleine ist den Seegangsverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die der Anhang frei fahrend bei Verdrängerfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.
Beim Schleppen soll die Leine zu den Seegangsverhältnissen passen und nicht ruckartig steif kommen, sonst reißen Leine oder Beschläge.Frage 2 von 3
Mit welchen Hilfsmitteln kann eine im Wasser treibende Person schnell und sicher an Bord genommen werden?Antwortmöglichkeiten, nur eine ist richtig
- Leinenverbindung, Badeleiter, Treibanker, Rettungsschlaufe, Bergenetz, Talje.
- Leinenverbindung, Großbaum, Ankerkette, Talje, Badeleiter, Rettungsschlaufe.
- Leinenverbindung, Badeleiter, Rettungsboje, Bergenetz, Großbaum, Talje.
- Leinenverbindung, Rettungsschlaufe, Bergenetz, Talje, Badeleiter, Großbaum.
Lösung anzeigen
Richtig ist: Leinenverbindung, Rettungsschlaufe, Bergenetz, Talje, Badeleiter, Großbaum.
Eine Leinenverbindung oder ein Bergenetz hilft, eine Person im Wasser sicher an Bord zu holen, weil beides den Menschen sichert und das Anheben erleichtert.Frage 3 von 3
Woran kann man erkennen, ob der Anker hält?Antwortmöglichkeiten, nur eine ist richtig
- Wenn beim Handauflegen auf die Ankerkette oder -leine kein Rucken zu verspüren ist und das Fahrzeug nicht schwojt.
- Wenn Ankerkette oder -leine nicht vibrieren und sich der anliegende Magnetkompasskurs nicht verändert.
- Wenn beim Handauflegen auf die Ankerkette oder -leine kein Rucken zu verspüren ist und sich die Ankerpeilung nicht ändert.
- Wenn beim Handauflegen auf die Ankerkette oder -leine kein Rucken zu verspüren ist und sich die Ankerpeilung ändert.
Lösung anzeigen
Richtig ist: Wenn beim Handauflegen auf die Ankerkette oder -leine kein Rucken zu verspüren ist und sich die Ankerpeilung nicht ändert.
Hält der Anker, spürst du an der Leine kein Rucken und die Ankerpeilung bleibt gleich, das Boot liegt also ruhig an seinem Platz.
Amtlicher Fragenkatalog Sportbootführerschein See, Fragen Nr. 257, 276, 39 · Stand 01.08.2023 · abgerufen 13.10.2026 · Quelle: www.elwis.de
Häufige Fragen
Wie viele Knoten muss ich für den Bootsführerschein können?
Die Sportbootführerscheinverordnung nennt neun Knoten für die praktische Prüfung. Die Prüfer verlangen davon sieben, und sechs müssen ausreichend geknotet und in ihrer Verwendung richtig erklärt werden. Sicherer bist du, wenn du alle neun beherrschst.
Sind die Knoten für SBF See und SBF Binnen gleich?
Ja, die Knotenliste in Anlage 4 der Sportbootführerscheinverordnung gilt für beide Geltungsbereiche. Ob du den Sportbootführerschein See oder Binnen machst, ändert nichts an den Knoten, die in der praktischen Prüfung verlangt werden können.
Was passiert, wenn mir ein Knoten in der Prüfung misslingt?
Für jede Aufgabe der praktischen Prüfung hast du zwei Versuche. Von den sieben verlangten Knoten dürfen nach der Verordnung höchstens einer nicht ausreichend sein, denn sechs müssen gelingen. Ruhig bleiben und den zweiten Versuch sauber legen ist deshalb der beste Weg.
Muss ich die Knoten in der Prüfung auch erklären?
Ja, die Sportbootführerscheinverordnung verlangt, dass du die Verwendung der Knoten richtig erklärst. Der Prüfer fragt zum Beispiel, wofür du einen Palstek oder einen Webleinstek an Bord nimmst. Ein Satz zu Zweck und Grenze jedes Knotens reicht meist aus.
Welcher Seemannsknoten ist für Anfänger am wichtigsten?
Für den Bordalltag sind der Palstek, der Webleinstek und das Belegen einer Klampe am wichtigsten, weil du damit Festmacher und Fender sicherst. Für die Prüfung zum Sportbootführerschein zählen allerdings alle Knoten der amtlichen Liste gleich, keiner ist verzichtbar.
Wie lerne ich Seemannsknoten am schnellsten?
Am schnellsten lernst du Seemannsknoten mit einem eigenen Stück Leine und kurzen täglichen Übungseinheiten. Wechsle die Reihenfolge der Knoten, übe sie auch blind und erkläre dabei laut ihre Verwendung, so wie es die Prüfung zum Sportbootführerschein später verlangt.
Bereit, die Leinen selbst in die Hand zu nehmen?
Mit unserem Kombipaket lernst du die Theorie für See und Binnen online und bereitest dich in der Praxisausbildung auf Manöver und Knoten vor.
Quellen & Referenzen
- Sportbootführerscheinverordnung (SpFV), Anlage 4: Praktische Prüfung (abgerufen am 17.10.2026)
- Sportbootführerscheinverordnung (SpFV), § 8 Prüfung (abgerufen am 17.10.2026)
- Sportbootführerscheinverordnung (SpFV), § 6 Voraussetzungen für die Erteilung (abgerufen am 17.10.2026)