Sea-Doo GTI – Impeller & Wear Ring wechseln
Werkstattguide
Sea-Doo GTI – Impeller & Wear Ring wechseln
Dokumentierter Ablauf vom Ausbau der Jetpumpe über den Wechsel von Impeller und Wear Ring bis zur Abschlusskontrolle
- Teile8
- Schritte40
- ModellSea-Doo GTI 130 / 170
- SchwierigkeitsgradFortgeschritten
Dokumentation, keine offizielle Reparaturanleitung
Dieser Guide zeigt ausschließlich unser persönliches Vorgehen. Maßgeblich sind immer die offiziellen BRP-Serviceinformationen für das konkrete Modell. Im Zweifel gehört der Sea-Doo zu einem autorisierten BRP-Händler oder in eine Fachwerkstatt.
Vollständigen Sicherheits- und Haftungshinweis lesen
Dieses Tutorial dokumentiert ausschließlich, wie wir die Arbeiten an unserem eigenen Sea-Doo durchgeführt haben. Es handelt sich weder um eine offizielle Reparaturanleitung von BRP noch um eine fachlich oder rechtlich geprüfte Arbeitsanweisung. Wir sind keine ausgebildeten Sea-Doo- beziehungsweise BRP-Mechaniker und erheben keinen Anspruch darauf, alle Arbeiten vollständig oder fachgerecht darzustellen.
Die gezeigten Arbeitsschritte können je nach Modell, Baujahr und Pumpenversion abweichen. Fehler bei Demontage oder Montage können zu Schäden am Fahrzeug, zum Versagen sicherheitsrelevanter Bauteile sowie zu schweren Verletzungen führen. Die Inhalte dienen nur der allgemeinen Information und sind keine Aufforderung oder Empfehlung zum Nachmachen.
- Reparaturen möglichst von einem autorisierten BRP- beziehungsweise Sea-Doo-Händler durchführen lassen.
- Das offizielle Werkstatthandbuch für das konkrete Modell verwenden.
- Vorgeschriebene Drehmomente, Schmiermittel und Sicherungen einhalten.
- Ohne Fachkenntnisse oder geeignetes Werkzeug keine Arbeiten ausführen.
Wer dennoch selbst am Fahrzeug arbeitet, handelt eigenverantwortlich und muss jeden Arbeitsschritt anhand der offiziellen Herstellerunterlagen überprüfen.
Jeder Schritt lässt sich einzeln aufklappen und als erledigt markieren. Fortschritt und Checklisten bleiben in diesem Browser gespeichert, auch nach dem Schließen der Seite.
Vorbereitung
Benötigtes Werkzeug und Material
Alles griffbereit legen, bevor die Jetpumpe geöffnet wird
Werkzeug
0/14 Positionen abgehakt
-
- optional eine lange Ratsche beziehungsweise Breaker Bar
- alternativ ein stabiles Stahlrohr als Hebelverlängerung
-
Nüsse:
-
- optional Kunststoff- oder Gummihammer
-
- zum vorsichtigen Einschneiden des alten Wear Rings
- alternativ eine kleine Flex mit dünner Scheibe
-
- als breite Zwischenlage beim Eintreiben des neuen Wear Rings
Ersatzteile und Verbrauchsmaterial
0/7 Positionen abgehakt
Modellabhängig
Die BRP-Unterlagen zum konkreten Modell bereitlegen und Drehmomente, Schmiermittel, Schraubensicherung sowie Ersatzteile vorab abgleichen.
Teil 1
Jetpumpe ausbauen
Schritt 1 bis 9
Schritt 1: Sea-Doo sicher vorbereiten
offen
Vorbereitung
Den Sea-Doo sicher auf einem Trailer, Werkstattwagen oder – bei Arbeiten am Wasser – auf einem geeigneten Jetski-Ponton abstellen.
Sicherheitscheck
Motor ausschalten und DESS-Key entfernen, damit das Fahrzeug nicht unbeabsichtigt gestartet werden kann.
Schritt 2: iBR Override Mode aktivieren
offen
iBR-System
Der iBR Reverse Bucket muss vollständig abgesenkt werden, damit die Verbindung zwischen iBR Actuator und Linkage Arm gut zugänglich ist.
- Linken Hebel am Lenker gezogen halten.
- Gleichzeitig den Startknopf drücken.
- Den angezeigten iBR Override Mode mit MODE bestätigen.
- Reverse Bucket vollständig nach unten fahren.
Gewählte Variante
GTI 130
- TRIP iBR Reverse Bucket nach oben fahren
- INFO iBR Reverse Bucket nach unten fahren
Gewählte Variante
GTI 170 mit VTS
- Pfeiltaste nach oben iBR Reverse Bucket nach oben fahren
- Pfeiltaste nach unten iBR Reverse Bucket nach unten fahren
Schritt 3: iBR-Verbindung lösen
offen
13-mm-Nuss
Die Befestigung des Linkage Arms mit einer 13-mm-Nuss lösen, entfernen und den Linkage Arm vom iBR Actuator trennen.
Ergebnis
Der Reverse Bucket ist vom Actuator entkoppelt und lässt sich jetzt von Hand frei bewegen.
Schritt 4: Lenkstange lösen
offen
10-mm-Nuss
Die 10-mm-Befestigung lösen und die Lenkstange vorsichtig von der Steering Nozzle abnehmen.
Schritt 5: Steering Nozzle ausbauen
offen
2× 13 mm
Die beiden seitlichen 13-mm-Befestigungen links und rechts lösen. Anschließend die Steering Nozzle vollständig vom Venturi abnehmen.
Schritt 6: iBR Reverse Bucket ausbauen
offen
2× 13 mm
Die beiden seitlichen 13-mm-Befestigungen lösen, den losen iBR Reverse Bucket abnehmen und sicher zur Seite legen.
Schritt 7: Venturi-Schrauben anlösen
offen
4× 13-mm-Schrauben
Das trichterförmige Venturi ist mit vier 13-mm-Schrauben am Pumpengehäuse befestigt. Die Schrauben jetzt nur anlösen – noch nicht vollständig herausdrehen.
Warum jetzt?
Solange die Jetpumpe noch fest montiert ist, lässt sich wesentlich einfacher Kraft auf die Schrauben bringen.
Schritt 8: Jetpumpe vom Sea-Doo lösen
offen
4× Muttern & Unterlegscheiben
Die Jetpumpe sitzt auf vier Befestigungsstehbolzen, den Jet Pump Mounting Studs.
- Vier 13-mm-Muttern und Unterlegscheiben abnehmen.
- Jetpumpe gerade entlang der Stehbolzen nach hinten abziehen.
Nicht verkanten
Sitzt die Pumpe fest, gleichmäßig an mehreren Stellen arbeiten und nicht einseitig mit Gewalt ziehen.
Schritt 9: Ansaugbereich auf Fremdkörper prüfen
offen
Kontrolle
Den Ansaugbereich auf Steine und andere Fremdkörper prüfen und vollständig reinigen.
Wichtiger Abschluss
Ein zurückgebliebener Stein kann beim ersten Lauf direkt wieder in die frisch überholte Jetpumpe gelangen.
Teil 2
Jetpumpe zerlegen und alten Impeller ausbauen
Schritt 10 bis 17
Schritt 10: Venturi vollständig demontieren
offen
4× 13-mm-Schrauben
Die vier zuvor am Fahrzeug angelösten 13-mm-Schrauben vollständig herausdrehen und das Venturi vom Pumpengehäuse abnehmen.
Reihenfolge beachten
Die Welle kann noch nicht an den Spannflächen gesichert werden, weil der Impeller Nose Cone den Zugang verdeckt.
Schritt 11: Impeller Cap entfernen
offen
Linksgewinde
Die kleine Gummi-Schutzkappe beziehungsweise Impeller Cap von der Impellerseite abschrauben.
Zum Lösen nach rechts
Die Impeller Cap besitzt ein Linksgewinde und wird im Uhrzeigersinn gelöst.
Schritt 12: Impeller Nose Cone demontieren
offen
3× H5
Die drei H5-/5-mm-Innensechskantschrauben entfernen und die darunterliegenden Unterlegscheiben sicher aufbewahren.
Sitzt der Nose Cone fest, vorsichtig mit einem Schlitzschraubendreher am Rand ansetzen und Stück für Stück heraushebeln.
Flächen schützen
Dicht-, Anlage- und Gehäuseflächen nicht beschädigen.
Schritt 13: Wellenende freilegen und sichern
offen
30-mm-Sechskant
Erst jetzt sind der 30-mm-Sechskant und die vorgesehenen Spannflächen beziehungsweise Wrench Flats zugänglich.
Keine Lager-, Dicht- oder runden Wellenflächen einspannen.
Schritt 14: Impeller Spline Tool einsetzen
offen
WR012 + 27 mm
Das WR012 Impeller Spline Tool sauber, gerade und vollständig in die Verzahnung des Impellers einsetzen.
Anschließend eine 27-mm-Nuss auf das äußere Ende des Werkzeugs aufsetzen.
Schritt 15: Impeller lösen
offen
Hoher Kraftaufwand
Bei fixierter Welle den Impeller mit WR012 und 27-mm-Nuss lösen. Ohne Schraubstock gleichzeitig die Pumpenwelle rückseitig mit der 30-mm-Nuss gegenhalten.
Der Impeller kann sehr fest sitzen. Häufig wird eine lange Ratsche, ein Breaker Bar oder ein geeignetes Stahlrohr als Hebelverlängerung benötigt.
Werkzeug prüfen
Nur Ratschen und Verlängerungen verwenden, die für die auftretenden Kräfte geeignet sind.
Schritt 16: Impeller vollständig abschrauben
offen
Langes Gewinde
Nach dem ersten Lösen den Impeller über mehrere Umdrehungen vollständig abschrauben.
Nicht wundern
Das Gewinde ist relativ lang. Der Impeller muss entsprechend lange weitergedreht werden.
Schritt 17: Alten Impeller aus dem Wear Ring ziehen
offen
Gleichmäßig ziehen
Den Impeller möglichst gerade und gleichmäßig aus dem Pumpengehäuse ziehen, damit er sich nicht im alten Wear Ring verkantet.
Sichtbare Steine, Muscheln oder andere Fremdkörper zwischen Impeller und Wear Ring möglichst vorher entfernen.
Sitzt der Impeller fest, vorsichtig von der Rückseite mit einem weichen Austreiber oder einem Kunststoff- beziehungsweise Gummistück als Zwischenlage nachhelfen.
Niemals direkt schlagen
Keine Schläge auf Gewinde, Lager- oder Dichtflächen ausführen.
Teil 3
Alten Wear Ring ausbauen
Schritt 18 bis 21
Schritt 18: Alten Wear Ring kontrollieren
offen
Zustandsprüfung
Nach dem Ausbau des Impellers ist der alte Wear Ring beziehungsweise Verschleißring vollständig sichtbar.
Besonders nach dem Ansaugen von Steinen zeigen sich häufig deutliche Riefen, Schleifspuren, Ausbrüche oder Verformungen.
Austausch erforderlich
Ist der Wear Ring durch Steine oder starken Kontakt mit dem Impeller beschädigt, muss er ersetzt werden.
Schritt 19: Wear Ring für den Ausbau vorbereiten
offen
Presssitz lösen
Der alte Wear Ring sitzt mit einem sehr strammen Presssitz im Pumpengehäuse. Um ihn leichter zu lösen, stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die bei Bedarf auch kombiniert werden können.
Pumpengehäuse schützen
Beim Kühlen, Einschneiden und Austreiben ausschließlich am Wear Ring arbeiten. Die Sitzfläche und das Pumpengehäuse dürfen nicht eingeschnitten, verformt oder anderweitig beschädigt werden.
Schritt 20: Pumpengehäuse auf Auflagen positionieren
offen
2× stabile Auflagen
Das Pumpengehäuse besitzt vier stabile Montageaufnahmen beziehungsweise Befestigungsaugen, über die die Pumpe später im Sea-Doo befestigt wird.
Das Gehäuse mit geeigneten Montageaufnahmen sicher auf zwei Stahlblöcke oder vergleichbare stabile Auflagen stellen.
Freiraum einplanen
Zwischen den Auflagen muss unter dem Wear Ring ausreichend Platz bleiben, damit der Ring beim Austreiben ungehindert nach unten austreten kann.
Schritt 21: Wear Ring gleichmäßig austreiben
offen
Rundherum arbeiten
Zu Beginn ist die von der Rückseite erreichbare Kante des Wear Rings noch sehr schmal. Deshalb zunächst mit einem Schlitzschraubendreher und Hammer vorsichtig am Ring ansetzen.
Nicht nur an einer Stelle schlagen, sondern abwechselnd links, rechts, oben und unten arbeiten. So wird der Wear Ring gleichmäßig aus seinem Sitz getrieben und verkantet nicht.
Sobald eine größere Auflagefläche erreichbar ist, kann statt des Schraubendrehers beispielsweise eine Verlängerung aus einem Ratschen- beziehungsweise Steckschlüsselsatz als breiterer Austreiber verwendet werden. Die größere Kontaktfläche reduziert die Gefahr des Abrutschens.
Treffpunkt kontrollieren
Vor jedem Schlag prüfen, dass das Werkzeug ausschließlich auf dem Wear Ring aufliegt und weder Sitzfläche noch Pumpengehäuse trifft.
Teil 4
Neuen Wear Ring einsetzen
Schritt 22 bis 23
Schritt 22: Pumpengehäuse und Wear Ring vorbereiten
offen
Reinigen & kühlen
Den Sitz des Wear Rings im Pumpengehäuse sorgfältig auf Beschädigungen kontrollieren. Schmutz, Kunststoffreste, Fremdkörper und Korrosion vollständig entfernen.
Reinigungshinweis
Sind leichte Riefen oder Unebenheiten vorhanden, kann die Fläche sehr vorsichtig mit besonders feinem Schleifpapier nachgearbeitet werden. Dabei nur störende Erhebungen beseitigen und die Passfläche nicht unnötig abtragen oder verändern.
Äußere Gummilippe abnehmen
Vor dem Eintreiben des neuen Wear Rings die außen am Pumpengehäuse sitzende Gummilippe vorsichtig abziehen und sicher aufbewahren. Dadurch liegt beim Eintreiben nur das stabile Metallgehäuse auf. Nachdem der Wear Ring vollständig eingesetzt wurde, die Gummilippe wieder in der richtigen Lage aufsetzen.
Den neuen Wear Ring vor der Montage herunterkühlen. Dadurch zieht sich das Material geringfügig zusammen und der Ring lässt sich leichter in das Pumpengehäuse einsetzen.
Vor dem Einsetzen prüfen
Die Aufnahmefläche muss sauber, unbeschädigt und frei von Schleifstaub oder anderen Rückständen sein.
Schritt 23: Neuen Wear Ring einsetzen
offen
Gerade & gleichmäßig
Den gekühlten Wear Ring absolut gerade am Pumpengehäuse ansetzen. Bereits zu Beginn darauf achten, dass der Ring nicht einseitig in die Aufnahme rutscht oder verkantet.
Anschließend den Wear Ring gleichmäßig eintreiben beziehungsweise einpressen. Dafür ein Kantholz oder einen geeigneten stabilen Stahlträger als breite Zwischenlage auf den Ring setzen.
Die Zwischenlage versetzt beziehungsweise kreisförmig über dem Wear Ring positionieren und den Ring dadurch Schritt für Schritt gleichmäßig in seinen Sitz treiben. Nicht punktuell direkt auf den Wear Ring schlagen.
Sitz laufend kontrollieren
Der Wear Ring muss während des gesamten Einbaus gerade bleiben und am Ende vollständig in seiner vorgesehenen Position anliegen.
Gummilippe wieder montieren
Nach dem vollständigen Einsetzen des Wear Rings die zuvor abgenommene äußere Gummilippe wieder korrekt auf das Pumpengehäuse setzen.
Teil 5
Neuen Impeller montieren
Schritt 24 bis 26
Schritt 24: Neuen Impeller in den Wear Ring einsetzen
offen
Vorsichtig einsetzen
Den neuen Impeller vorsichtig und möglichst gerade in den neuen Wear Ring einsetzen.
Der Abstand zwischen Impeller und Wear Ring ist sehr gering. Deshalb nicht verkanten und den Impeller nicht mit Gewalt in das Pumpengehäuse drücken.
Bei ungewöhnlichem Widerstand stoppen
Sitzt der Impeller nicht sauber, den Sitz des Wear Rings, die Ausrichtung und den Bereich auf Fremdkörper kontrollieren.
Schritt 25: Impeller auf die Pumpenwelle schrauben
offen
WR012 & Gegenhalter
Den Impeller sauber auf das Gewinde der Pumpenwelle aufschrauben und das WR012 Impeller Spline Tool vollständig in die Verzahnung einsetzen.
Die Welle entweder an den vorgesehenen Spannflächen im Schraubstock fixieren oder am 30-mm-Sechskant gegenhalten.
Herstellervorgabe beachten
Impeller mit dem für das konkrete Modell vorgeschriebenen Drehmoment und den von BRP vorgesehenen Schmier- beziehungsweise Sicherungsmitteln befestigen.
Schritt 26: Freigängigkeit des Impellers prüfen
offen
Kontrolle
Nach der Montage vorsichtig kontrollieren, ob sich der Impeller ordnungsgemäß drehen lässt.
- Impeller sitzt korrekt auf der Pumpenwelle.
- Wear Ring ist vollständig und gerade eingesetzt.
- Im Pumpengehäuse befinden sich keine Fremdkörper.
- Es sind keine ungewöhnlichen Schleif- oder Kontaktstellen erkennbar.
Teil 6
Jetpumpe wieder zusammenbauen
Schritt 27 bis 30
Schritt 27: Schmierung beziehungsweise Anti-Seize erneuern
offen
BRP-Vorgabe
Vor der Montage des Impeller Nose Cones die vorgesehenen Bereiche reinigen und das für die jeweilige Pumpenversion vorgeschriebene Schmiermittel beziehungsweise Anti-Seize erneuern.
Produkt und Menge prüfen
Nicht pauschal irgendein rotes Fett verwenden. Das konkrete Produkt und die vorgesehene Menge anhand der offiziellen BRP-Serviceinformationen für Modell, Baujahr und Pumpenversion bestimmen.
Schritt 28: Impeller Nose Cone montieren
offen
3× H5
Den Impeller Nose Cone wieder korrekt in das Pumpengehäuse einsetzen.
Die drei Unterlegscheiben nicht vergessen. Anschließend die drei H5-/5-mm-Innensechskantschrauben einsetzen und nach BRP-Vorgabe festziehen.
Schritt 29: Neue Impeller Cap montieren
offen
Linksgewinde
Auf der Impellerseite die neue Impeller Cap beziehungsweise Gummi-Schutzkappe montieren. Falls mit dem neuen Impeller eine neue Kappe geliefert wurde, diese verwenden.
Linksgewinde beachten
Die Kappe wird entgegen der Löserichtung festgeschraubt – zum Festziehen also gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Schritt 30: Venturi montieren
offen
4× 13-mm-Schrauben
Das Venturi wieder sauber auf das Pumpengehäuse setzen und die vier 13-mm-Schrauben einsetzen.
Die Schrauben gleichmäßig und möglichst über Kreuz mit dem für das konkrete Modell vorgeschriebenen Drehmoment festziehen.
Teil 7
Jetpumpe wieder in den Sea-Doo einbauen
Schritt 31 bis 36
Schritt 31: Jetpumpe in den Sea-Doo einsetzen
offen
Gerade einsetzen
Die Jetpumpe vorsichtig und möglichst gerade in ihre Position einsetzen und auf die vier Befestigungsstehbolzen schieben.
- Antriebswelle und Verzahnung greifen sauber ineinander.
- Dichtungen befinden sich in der richtigen Position.
- Keine Bauteile werden verkantet oder eingeklemmt.
Nicht hineinziehen
Die Jetpumpe niemals mit den Befestigungsmuttern gewaltsam in ihre Position ziehen.
Schritt 32: Jetpumpe befestigen
offen
4× 13-mm-Muttern
Zuerst die Jetpumpe an der Aufnahmefläche befestigen. Danach die zuvor montierten Venturi-Schrauben nochmals kontrollieren und nachziehen.
-
1. Rot: Jetpumpe befestigen
Unterlegscheiben aufsetzen und die vier 13-mm-Muttern an den Jet Pump Mounting Studs gleichmäßig nach BRP-Vorgabe festziehen.
-
2. Blau: Venturi nachziehen
Anschließend die vier 13-mm-Venturi-Schrauben nochmals kontrollieren und nach BRP-Vorgabe festziehen.
Schritt 33: iBR Reverse Bucket montieren
offen
2× 13 mm
Bevor die Steering Nozzle montiert wird, den iBR Reverse Bucket – die iBR-Klappe – wieder in seiner korrekten Position an der Jetpumpeneinheit einsetzen.
Die beiden seitlichen 13-mm-Befestigungen links und rechts montieren und nach der für das konkrete Modell geltenden Herstellervorgabe festziehen.
Beweglichkeit erhalten
Darauf achten, dass der Reverse Bucket korrekt gelagert ist und sich frei bewegen kann. Er wird erst in Schritt 36 wieder mit dem iBR Actuator verbunden.
Schritt 34: Steering Nozzle montieren
offen
2× 13 mm
Die Steering Nozzle wieder auf das Venturi setzen und die beiden seitlichen 13-mm-Befestigungen links und rechts montieren.
Die Düse nach Herstellervorgabe befestigen und kontrollieren, dass sie nicht verkantet.
Schritt 35: Steering Linkage montieren
offen
10-mm-Befestigung
Die Lenkstange beziehungsweise Steering Linkage wieder mit der Steering Nozzle verbinden.
Die 10-mm-Befestigung montieren, ordnungsgemäß sichern und nach Herstellervorgabe festziehen.
Schritt 36: iBR Linkage wieder verbinden
offen
13-mm-Befestigung
Den Linkage Arm wieder ordnungsgemäß mit dem iBR Actuator beziehungsweise dem iBR-System verbinden.
Die 13-mm-Befestigung montieren und darauf achten, dass Verbindung und Sicherung korrekt sitzen.
Teil 8
Abschlusskontrolle und Funktionstest
Schritt 37 bis 40
Schritt 37: Lenkung kontrollieren
offen
Links & rechts
Die Lenkung vollständig nach links und rechts bewegen.
Die Steering Nozzle muss sich frei, gleichmäßig und ohne Blockierung oder auffälliges Spiel bewegen.
Schritt 38: iBR Reverse Bucket kontrollieren
offen
iBR-Kontrolle
Kontrollieren, dass der iBR Reverse Bucket korrekt gelagert ist und sich ordnungsgemäß bewegen kann.
- Linkage Arm ist richtig befestigt und gesichert.
- Verbindung zum iBR Actuator sitzt korrekt.
- Reverse Bucket und Steering Nozzle blockieren sich nicht gegenseitig.
Schritt 39: Gesamte Jetpumpeneinheit kontrollieren
offen
Sichtkontrolle
Vor dem ersten Start eine vollständige Sicht- und Befestigungskontrolle durchführen.
- Alle Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben und Sicherungen montiert?
- Steering Linkage und iBR Linkage korrekt befestigt?
- Venturi, Steering Nozzle und Reverse Bucket richtig montiert?
- Ansaugbereich und Jetpumpe frei von Werkzeugen und Fremdkörpern?
- Keine Dichtungen, Unterlegscheiben oder Bauteile vergessen?
Schritt 40: Funktionstest durchführen
offen
Kontrollierter Test
Nach dem vollständigen Zusammenbau einen kontrollierten Funktionstest unter den von BRP vorgesehenen Bedingungen durchführen.
Die Jetpumpe nicht unvorbereitet trocken laufen lassen. Beim ersten Test besonders auf ungewöhnliche Geräusche, Vibrationen, Schleifgeräusche, iBR-Fehlermeldungen, Probleme mit der Lenkung und ungewöhnliche Kavitation achten.
Bei Auffälligkeiten sofort abbrechen
Treten ungewöhnliche Geräusche, Widerstände oder Fehlermeldungen auf, den Sea-Doo nicht weiter betreiben und die Montage vollständig überprüfen beziehungsweise einen BRP-Fachbetrieb hinzuziehen.
Alle 40 Arbeitsschritte sind als erledigt markiert.
Anhang
Glossar
- iBR Actuator
- Elektrischer Stellmotor des Intelligent-Brake-and-Reverse-Systems.
- Actuator Arm
- Ausfahrender Arm beziehungsweise Schubstange des iBR Actuators.
- Linkage Arm
- Verbindungshebel zwischen iBR Actuator und Reverse Bucket.
- Reverse Bucket / iBR Bucket
- Bewegliche Klappe für Rückwärtsfahrt und Bremswirkung.
- Steering Linkage
- Lenkstange zwischen Lenkmechanik und Steering Nozzle.
- Steering Nozzle
- Bewegliche Düse zur Lenkung.
- Venturi / Venturi Nozzle
- Trichterförmiger Auslass zwischen Pumpengehäuse und Steering Nozzle.
- Jet Pump Mounting Studs
- Vier Befestigungsstehbolzen der Jetpumpe.
- Jetpumpen-Aufnahmefläche
- Fläche am Rumpf, gegen welche die Jetpumpe befestigt wird.
- Impeller Cap
- Kleine Gummi-Schutzkappe auf der Impellerseite mit Linksgewinde.
- Impeller Nose Cone
- Mit drei H5-Schrauben befestigter Einsatz auf der gegenüberliegenden Pumpenseite.
- Wrench Flats / Spannflächen
- Zwei flache Seiten oberhalb des 30-mm-Sechskants zum sicheren Gegenhalten.
- Wear Ring
- Stramm eingesetzter Verschleißring um den Impeller.
- WR012
- Impeller Spline Tool für passende Pumpen- und Impellerversionen.
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